Portraitshooting und Fotoreportage

Stilrichtungen in der Hochzeitsfotografie

In der Hochzeitsfotografie kann man zwei Stilrichtungen unterscheiden:

• Reportagestil / Dokumentarische Stil (=passive Inszinierung)

• Arrangierte (Portrait)Fotografie (= aktive Inszinierung)

Der dokumentarische Stil

Beim dokumentarischen Stil wird von Fotografen gewählt, die eine Hochzeit so fotografieren wie sie war, also 1:1 dokumentieren, lediglich der Bildausschnitt, spiel mit Schärfe und Unschärfe sowie Belichtung sind hier Freiheitsgrade. Das authentische – und nicht inszinierte fotografische Festhalten der Szenerie und des Brautpaares steht hier im Mittelpunkt. Hier ist es besonders wichtig zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Der Fotograf wird versuchen das Brautpaar beim Portraitshooting – sich selbst zu überlassen. Der Vorteil dieses Stils ist, dass die gemachten Aufnahmen recht natürlich wirken. Dieser Stil passt sehr gut zu Paaren, die auch an diesem oft für das Brautpaar stressigen Tag – leicht und locker miteinander umgehen und sich auch beim Fotografieren relativ sicher fühlen. Hier gilt es das rundherum zu vergessen und dass sich das Paar nur aufeinander konzentriert – der Fotograf als nicht störender Beteiligter diese schönen Momente festhält.

Der Fotograf versucht die „Geschichte“ der Hochzeit im Stil des klassischen Hochzeitsjournalismus mit seinen Bildern zu erzählen. Er wird auch besonders auf Details achten, welche dem nicht geschulten Auge am Tag der Trauung möglicherweise gar nicht „ins Auge „ stechen werden. Viele Details und lustige Einzelheiten wird der Betrachter der Bilder erst dadurch im Nahhinein erkennen.

Der arrangierte (Portrait) Stil

Bei dieser klassischen Art der Portrait- und Hochzeitsfotografie wählt der Fotograf den geeigneten Hintergrund und stellt das Brautpaar ins „richtige Licht“. Das Paar wird praktisch vom Fotografen „arrangiert“ und „insziniert“ – man könnte auch sagen „in Szene gesetzt“. Der Fotograf fungiert praktisch als Regisseur hinter der Kamera beim Fotoshooting. Diese Art der Fotografie ist bei Paaren oder Personen von Vorteil, welche eher unsicher – oder gerade etwas unter Anspannung beim Portraitshooting stehen.

…die richtige Mischung macht`s ….

Wie schon Paracelsus zu sagen pflegte „Die Dosis macht die Wirkung“. Ich versuche bei meinen Fotografien das eine mit dem anderen – abgestimmt aus das Brautpaar – zu verbinden. Mit einem Brautpaar, dass gestresst ist, ist es schwieriger dynamische, emotionale Bilder einzufangen, hier kann – auch zur Hilfe des Bildaufbaus – die eine oder andere inszinierte Veränderung durch den Fotografen sehr hilfreich sein. Bei anderen Brautpaaren denke ich mir manchmal dass ich gar nicht mehr registriert werde – sie sind in Konzentration und Emotion verschmolzen, das erleichtert dann die Aufgabe für einen Fotografen sehr. Schließlich gibt es auch hier wieder kein „schwarz“ oder „weiss“ und es darf jeder für sich entscheiden in welchem Stil er seine Hochzeitsfotos will…..

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