Trash the dress Shooting

Woher kommt dieses Genre der Fotografie ?

Wie so viele Stilrichtungen in der Fotografie und auch speziell in der Hochzeitsfotografie kommt des „Trash the dress shooting“ – wie sollte es anders sein aus dem Amerikanischen Raum.

Als der Begründer dieser Art der Hochzeitsfotografie, welche ihre Anfänge Ende des 20. bzw. Anfang des 21. Jahrhunderts findet, gilt der Fotograf John Michael Cooper.

Ich selbst verwende lieber den Ausdruck „trash my dress“ als „tras the dress“ da es ja hier im Normalfall um die Eigene Kleidung bzw. Brautkleid und Anzug geht.

Ich frage die Bräute sehr oft „Was machst du eigentlich nach der Hochzeit mit dem Brautkleid ?“ Meist kommen dann Antworten wie „Weiß ich noch nicht“, oder „ich möchte es umfärben und als Ballkleid verwenden“, etc. Meist landet das Kleid einige Wochen nach der Hochzeit in einer Schachtel, welche dann am Kasten oder am Dachboden verstaut wird. Selbst wenn es luftdicht verpackt wird – auch eure Tochter wird es in 20 oder 30 Jahren bei ihrer Hochzeit sicher nicht tragen.

Was ist ein „trash my dress“ shooting

Im Rahmen eines trash my dress shootings sucht sich der Fotograf mit dem Brautpaar ungewöhnliche Locations, welche man im Rahmen des „normalen“ Portraitshootings wohl nie besuchen würde. Dies können einerseits Orte in der Natur sein – man bindet z.b. Berge Flüsse Wald, Wasserfall und Seen ein. Weiters werden auch oft „trashige“ Bereiche wie alte aufgelassene Produktionshallen, Schrottplätze oder Umschlagplätze in Hafenbereichen als Location verwendet – alles in allem Orte die man nicht unbedingt im Rahmen des Paarshootings am Hochzeitstag aufsuchen würde. Man muss nicht mehr so auf jeden Fleck am Anzug und Brautkleid achten. Wie sehr man jedoch die Kleidung „verunstaltet“ bleibt natürlich auch hier – wie bei so vielen anderen Dingen Euch überlassen….

Muss man das Brautkleid wirklich zerstören ?

Natürlich liegt diese Entscheidung bei der Braut. „trash“ – der englische Begriff der soviel heißt wie „wegwerfen“ oder „zerstören“ – Man kann, jedoch muss das Brautkleid bei dieser Art des Shootings nicht zerstört werden. Bei extreme Varianten des „Trash the dress“ Shootings geht es bis zur Zerstörung des Brautkleides mit der Schere.

Bei Trash the dress Shootings die ich bisher mit meinen Kunden durchgeführt habe, konnte man das Brautkleid nach gründlicher Reinigung jedoch wieder verwenden. Oft wird – wie auch in meiner Galerie zu sehen ist – ein See oder Fluss – allgemein Wasser ins Shooting miteingebunden. Hier ist jedoch darauf zu achten, dass das Kleid wenn man z.b. in den See geht doch recht schwer wird, wenn es total nass ist. „Meine Bräute“ fühlen sich bei mir möglicherweise etwas sicherer, denn als staatlich geprüfter Schwimmtrainer und Rettungsschwimmer weiß ich wie ich im Falle des Falles zu agieren habe 

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